In Deutschland erfreuen sich Eigenheime wachsender Beliebtheit. Sowohl als Wohnheim wie auch als Wertanlage, die nebenbei vermietet werden kann. Das ist bei den stetig steigenden Immobilienpreisen wenig überraschend. Für Immobilienerben gilt dies aufgrund der hohen Freibeträge in besonderer Weise.
Im Jahr 2000 lag der Durchschnittspreis für einen Quadratmeter bei 76 Euro. 2020 lag der Preis schon bei 213 Euro. Das entspricht einem Preisanstieg von 280 Prozent.
Allerdings ist es trotz der Freude über das neue Eigentum wichtig zu wissen, dass in Deutschland mittlerweile hohe vorgeschriebene Klimaschutzstandards gelten. Diese Standards können für viele Erben plötzlich zur Kostenfalle werden. Was viele nicht wissen: Kostenintensive Sanierungen werden in vielen Fällen beim Eigentümerwechsel zur Pflicht.
Deshalb ist es wichtig, sich vor dem Antritt des Erbes genau zu informieren. Wegen der neuen Klimaschutzstandards lassen sich eventuell nötige Sanierungen auch nicht mehr umgehen. Das kann u. a. Heizungsanlagen oder die Dämmung von Dachböden betreffen. Wenn die Immobilie nicht bewohnt, sondern vermietet wird, liegen die erforderlichen Standards oft höher. Sobald es zum Eigentumswechsel kommt, muss der neue Eigentümer innerhalb der folgenden zwei Jahre die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen umsetzen. Diese Pflicht gilt auch, wenn die neuen Eigentümer schon vorher in dem Haus (als Mieter oder Angehörige) gewohnt haben.
Da im Moment mehr als ein Drittel der Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland über 65 Jahre alt sind, kommt die angesprochene Thematik in den nächsten Jahren auf viele Erben zu.
Trotzdem werden sich auch im Falle einer anstehenden Sanierung viele Erbschaften finanziell lohnen. Grund dafür sind unter anderem die günstigen Sanierungskredite. Wer nach den Effizienzstandards saniert, bekommt günstige Kredite bei der KfW. Auch Zuschüsse und Fördermittel können beantragt werden.
Quelle: https://www.androidkosmos.de/sanierungspflicht-geerbte-immobilien-koennen-zur-kostenfalle-werden/



