Cornelia Hopf Immobilien

02.06.2021Badumbau aus Mietersicht nicht ohne Hürden umsetzbar

Es ist der Traum vieler Mieter: Möglichst lange in einer für sie perfekten Wohnung zu leben. Mit voranschreitendem Alter ändern sich jedoch auch die Ansprüche ans Wohnen. So kann die Badewanne beispielsweise ein echtes Hindernis darstellen. Ein Badumbau könnte dieses Problem lösen und die Suche nach einer altersgerechten Wohnung überflüssig machen.

Doch bevor ein Badumbau geplant werden kann, muss dafür das Einverständnis des Eigentümers vorliegen. Das erklärt auch ausdrücklich der Deutsche Mieterbund (DMB).

Die Eigentümer können die Zustimmung verweigern, wenn ihr Interesse an einem unveränderten Zustand der Wohnung schwerer wiegt als das des Mieters. Die Art und die Schwere der Behinderung des Mieters, welcher einen Umbau wünscht, spielen dabei eine entscheidende Rolle. Außerdem sind der Umfang der baulichen Maßnahme, die Dauer der Bauzeit und die Möglichkeit des Rückbaus oder Baurechtsfragen entscheidende Faktoren. Die Regelungen lassen viel Interpretationsspielraum offen.

Der Vermieter kann seine Zustimmung zur baulichen Maßnahme davon abhängig machen, ob der Mieter eine angemessene zusätzliche Sicherheit leistet. Das bedeutet, dass eine Sicherheit erbracht werden muss, deren Höhe einen möglichen Rückbau nach Beendigung des Mietverhältnisses finanzieren kann. Bei vielen Umbaumaßnahmen bewegt man sich im fünfstelligen Bereich. Das macht einen Umbau inkl. Sicherheitseinlage für viele Mieter unmöglich.

Quelle:https://www.xing-news.com/reader/news/articles/3999672?cce=em5e0cbb4d.%3ArxKnmRBm_03EcT4Y1WT-Al&link_position=digest&newsletter_id=75188&toolbar=true&xng_share_origin=email

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27.04.2021Hausbau – wie diese sechs Trends den Markt verändern

1 - Preise steigen stetig

Das Prinzip ist einfach. Steigt die Nachfrage, verknappt sich das Angebot und der Preis steigt. Das gilt nicht nur für Güter des täglichen Bedarfs. Die Preise für Grundstücke, Ausstattungsdetails für Häuser, Handwerksleistungen und damit die Preise für das Fertigstellen eines Hauses stiegen in den letzten zehn Jahren aufgrund der erhöhten Nachfrage. 

 

2 - Ein stärkeres Umweltbewusstsein

In den letzten zehn Jahren entwickelte sich stetig das Bewusstsein für den Klimawandel und für Maßnahmen, diesen durch persönliches Verhalten abzumildern. Dieses neue Bewusstsein macht auch vor dem Hausbau keinen Halt. 82 Prozent der deutschen Bauherren erachten Umweltschutz in ihrem Bauvorhaben als wichtig.

 

3 - Massive Zunahme von Fertighäusern

Deutschland stand in der Vergangenheit für ein Land des Massivbaus. 2007 Betrug der Anteil an Fertighäusern lediglich 8,4 Prozent. Doch hier findet eine Kehrtwende statt. Fertighäuser können sehr schnell errichtet werden, was Kosten spart. Massive Bauten benötigen ein Vielfaches der Errichtungszeit. Fertighäuser sind einfach aufgebaut und verringern den Aufwand der Bauherren erheblich. Die Qualität kann mittlerweile mit Massivhäusern mithalten und es kann sehr einfach auf alternative Baustoffe zurückgegriffen werden.

 

4 - Wer braucht noch einen Keller?

Es ist nichts Ungewöhnliches mehr, dass es in neu errichteten Häuern keinen Keller gibt. Es wird auf große Vorratskammern verzichtet und Heizsysteme wie die Wärmepumpe benötigen keinen Heizungskeller mehr. Der Verzicht auf den Keller kann wiederum die Baukosten erheblich senken.

 

5 - Licht! Viel Glas und große Fenster

Das Attribut „lichtdurchflutet“ lässt sich heute in fast jeder Hausanzeige finden. Der Anteil von Glas an der Gesamtfläche von Fassaden hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Damit verbinden viele ein zeitgenössisches Design mit dem praktischen Nutzen des Geldsparens. Größere Fenster senken den Bedarf an Kunstlicht und dadurch wir mit einem verringerten Stromverbrauch auch Geld gespart.

 

6 - Offenes Wohnen

Innenwandgeschützte Abschottung reizt Hausbauer kaum noch. Die Kommunikation der Bewohner rückt in den Vordergrund. Zeit soll zusammen verbracht werden. So kann in der offenen Wohnküche gekocht und nebenbei der Nachwuchs beim Spielen beaufsichtigt werden. Offene Häuser wirken wesentlich größer, als sie es eigentlich sind und lassen mehr Licht in den offenen Raum.

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27.04.2021Tiny-Houses in Deutschland: Welche Hürden gibt es und wie weit verbreitet ist der Trend?

Eine genaue Definition des Tiny-Houses gibt es nicht. Es sind meist frei stehende Häuser, die wichtigsten Räume (Küche, Bad) sind vorhanden und wichtige Ausstattungsmerkmale wie ein Bett dürfen auch nicht fehlen. Die Häuser sind i.d.R. maximal 45 qm groß, auf Rädern gebaut und selbst eine Luxusausführung kostet selten mehr als 200.000 Euro.

Der Trend erfreut sich auch in Deutschland wachsender Beliebtheit, doch die Behörden könnten der Entwicklung im Weg stehen.

Doch warum entscheidet man sich für ein Tiny-House? Oft stehen ideologische Gründe hinter der Entscheidung für ein solches Projekt. Wer sich für ein Tiny-House entscheidet, entscheidet sich für Minimalismus, effizientes Wohnen und weniger Luxus. Es darf kein Platz verschwendet werden, Effizienz wird zum Wettbewerb: Unter Treppenabsätzen werden Schubladen gelagert, und jedes zweite Möbelstück lässt sich entweder klappen oder falten. Oft gestaltet sich die Planung eines Tiny-Houses als langwierig und schwierig, da kein Zentimeter an Platz verschwendet werden darf. Dafür geht der Bau sehr schnell. Meist dauert dieser nicht länger als 8 bis 12 Wochen. Aber Tiny-Houses sind erschwinglicher als herkömmliche Häuser. Sie kosten meistens zwischen 30.000 und 190.000 Euro. Aber der Aspekt Geld ist meistens nicht die treibende Kraft hinter der Entscheidung für das alternative Hausprojekt, oft ist es der Wunsch nach Nachhaltigkeit und Minimalismus, der die Eigentümer antreibt. So werden Regenwasser-Systeme und Photovoltaikanlagen sehr häufig mit eingebaut.  

Manche betrachten die alternative Wohnform als eine Art des Dauercampens. Wer entschiedet sich für den Schritt in Richtung Verzicht? Meistens sind es junge Singles oder Pärchen, die gerne eng zusammen wohnen.

Am größten ist der Trend in den USA: Dort stehen ca. 10.000 Tiny-Houses, pro Jahr werden an die 700 neue gebaut. Die größte Tiny-House-Siedlung in Deutschland befindet sich in Oberfranken. Dort leben in einem Mini-Dörfchen 30 Bewohner in 20 Tiny-Houses.

Doch das deutsche Baurecht steht dem Traum vom schnell gebauten und vergleichsweise günstigen Eigenheim manchmal im Weg: Besteht eine Verbindung zum Boden, gilt das deutsche Baurecht. Demnach dürfen nur dort Häuser gebaut werden, wo kommunale Baupläne es erlauben. Das Grundstück, auf dem das Haus stehen soll, muss entweder besessen oder zumindest gepachtet sein. Wer in Deutschland ein Tiny-House auf Rädern bauen will, muss sich neben dem Baurecht auch mit der Straßenverkehrsordnung auseinandersetzen, das Haus darf maximal 2,55 m breit, 4,00 m hoch und 3,5 t schwer sein. Die Fenster müssen aus Sicherheitsglas sein und das Haus muss -natürlich- regelmäßig zum TÜV.

In Deutschland gibt es rund 80 Anbieter von Tiny-Houses, viele der Anbieter sind seit 2018 in einem Verband organisiert (Tiny-House-Verband). Laut dem Verband werden in Deutschland 500 Tiny-Houses pro Jahr gebaut. 58.000 Deutsche könnten sich ein Leben in einem solchen Haus vorstellen.

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