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19.02.2021Upcycling: gebrauchte Gegenstände sind der neue Chic

Plastikflaschen werden zu Lampenschirmen, Kabeltrommeln zu Tischen und Paletten zu Bänken – Upcycling erhält Einzug in die Wohnungen und Häuser. Dabei geht es darum, Abfallprodukte oder nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umzuwandeln. Anders als beim Downcycling werden Produkte nicht in ihre Einzelbestandteile zerlegt und verwertet, sondern erfahren eine stoffliche Aufwertung. Dabei führt die Wiederverwendung von vorhandenem Material (mit der eine neue Funktionalität meist Hand in Hand geht), zur Reduzierung der Verwendung von neuen Rohstoffen. 

Dieser Trend hat seinen Ursprung nicht zuletzt bei Designern wie Michael Hensel, welcher aus alten Wiener Rolltreppen einer U-Bahnstation Wohnzimmermöbel fertigt. Die Upcycling-Produkte sind allesamt nicht günstig. In mühevoller Handarbeit werden individuelle Stücke geschaffen. Häufig kostet solch ein Möbelstück mehrere Hundert Euro.

Mittlerweile ist der Trend auch in der Wirtschaft angekommen – der Möbelgigant Ikea verwendet mittlerweile Elemente von PET-Flaschen bei der Produktion seiner Küchen und nahm alte Möbel gegen Gutscheine zurück, um diese aufzuwerten und wieder zu verkaufen.

Auch beim Hausbau wird auf Upcycling gesetzt. Es kommen immer öfter wiederverwendbare Stoffe zum Einsatz. Abrissreife Häuser werden ausgeschlachtet und die brauchbaren Teile einer wachsenden Gruppe von Interessenten für den Hausbau angeboten.

Dass sich viele Käufer schlicht durch das Vintage-Design angesprochen fühlen, machen sich auch manche Verkäufer zunutze. Forscher der Wirtschaftsuniversität Wien fanden 2019 in einem Forschungsprojekt heraus, dass die vorhandene Vorgeschichte eines Produktes das Interesse an diesem um ein Vielfaches steigern kann. Demnach würden Menschen Produkte mit einer besonderen Geschichte mögen, weil man sich dadurch ebenfalls einzigartig fühle.

Viele Verkäufer imitieren den Upcycling-Style lediglich und produzieren neue Produkte so, dass sie im Used-Look daherkommen. Dadurch wird der Upcycling-Trend für jeden erschwinglich. Wer Wert auf "echtes" Upcycling legt, sollte bei günstigen Produkten vorsichtig sein. 

Quelle: https://www.xing-news.com/reader/news/articles/3783269?cce=em5e0cbb4d.%3AcdRGqJdAACHB0Xlq2BIAAf&link_position=digest&newsletter_id=71756&toolbar=true&xng_share_origin=email

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19.02.2021Wasserschaden - welche Versicherung zahlt wann?

In Deutschland kommt es mehr als 3.000 Mal am Tag zu einem Wasserschaden. Gründe für diese sehr kostspieligen Schäden sind mannigfaltig. Das größte Risiko geht dabei vom Leitungswasser aus. Es macht ca. 50 Prozent der Wasserschäden (etwa 3,1 Milliarden Euro pro Jahr) aus.

Die große Frage, vor der Betroffene bei einem Wasserschaden stehen: Welche Versicherung zahlt bei welchem Schaden? Ist dieser Schaden überhaupt durch die Versicherung abgedeckt?

Eine Wohngebäudeversicherung zahlt für Schäden am Haus (Decken, Wände etc.), welche durch Leitungslecks entstanden sind. Dabei spielt keine Rolle, ob es sich um Trinkwasser- oder Abwasserleitungen handelt. Auch Heizkörper, Heizungsrohre, Boiler etc. sind versichert. Regenrinnen, Badewasser, Hochwasser oder Rückstaus durch überflutete Kanalisationen sind hingegen nicht abgedeckt. Diese Schäden werden nur durch eine Elementarschadenpolice übernommen. Sowohl Gebäude- als auch Hausratsversicherung lassen sich um den Elementarschutz erweitern. Ebenfalls nicht versichert sind Schäden, welche durch Wasser entstehen, welches vom Balkon oder der Terrasse ins Haus läuft, beispielsweise wenn das Abflussloch mit Blättern oder Schmutz verstopft ist. Die meisten Versicherungen zahlen nicht, wenn Schäden durch Rohre entstanden sind, welche außerhalb des Hauses verlaufen.

Die Hausratversicherung ersetzt nur bewegliche Sachen wie Teppiche (auch Teppichböden, wenn sie lose verlegt und nicht verklebt sind), Elektrogeräte, Bücher etc. – das aber nur bei Lecks in Rohren und Leitungen, der Heizungsanlage und angeschlossenen Schläuchen. Reinigungswasser, Rückstaus oder aufsteigendes Grundwasser sind nicht versichert. Die Hausratversicherung greift auch bei eigens verschuldetem Schaden am Inventar.

Wer einen Wasserschaden durch grobe Fahrlässigkeit verursacht, hat keinen oder nur einen geringen Anspruch auf Schadensersatz. Vor allem bei älteren Waschmaschinen ohne Aquastopp ist dies der Fall. Theoretisch muss bei einer Waschmaschine ohne Aquastopp der Zulaufhahn nach jedem Waschgang zugedreht werden. Sonst steht der Schlauch ständig unter Druck. Nach Jahren der Benutzung werden die Schläuche spröde und können platzen. Dasselbe Risiko gilt für Besitzer eines Aquariums. Wenn dies geschieht, dürfen Hausrat- und Gebäudeversicherungen ihre Zahlungen ablehnen oder kürzen. Trotzdem wird auch Besitzern einer Waschmaschine mit Aquastopp geraten, denn Wasserzulauf abzudrehen, wenn sie mehrere Tage nicht zu Hause sind.

Wenn Eigentümer die Kosten für die Gebäudeversicherung auf Ihre Mieter umlegen, profitieren auch die Mieter davon. Wenn der Mieter dann einen Wasserschaden verursacht hat, zahlt die Versicherung diesen Schaden. Wenn die Kosten für die Police nicht umgelegt werden, muss der Vermieter den Schaden tragen (falls vorhanden, zahlt dann die Privathaftpflichtversicherung des Mieters). In jedem Fall gilt: Der Schaden muss umgehend gemeldet werden, sonst erlöschen Ansprüche der Mieter gegenüber der Versicherung.

Wenn ein Schaden entsteht, muss er ausführlich dokumentiert und gemeldet werden. Wer einen größeren Schaden angibt und beispielsweise eine kaputte Duschvorrichtung meldet, welche durch überlaufendes Wasser beschädigt wurde und in demselben Atemzug Duscharmaturen reparieren lässt, welche nicht vom Schaden betroffen sind, diese Kosten aber der Versicherung vorlegt, verliert sämtliche Ansprüche gegenüber der Versicherung und riskiert eine Verurteilung wegen arglistiger Täuschung.

Warum sollte ich in Einzelfällen darauf verzichten, den Schaden der Versicherung zu melden? Häufig kündigen Versicherungen nach einem Wasserschaden den Vertrag. Deshalb sollte man abwägen, ob es ratsamer ist, einen kleineren Schaden aus eigener Tasche zu bezahlen und nur bei kostspieligen Schäden die Versicherung hinzuzuziehen.

Unsere Tipps bei Wasserschäden:

- Rohrbruch: sofort Wasserhahn oder Hauptwasserhahn zudrehen (im Uhrzeigersinn)

- Austritt Wasser am Heizkörper: Absperrventil mit Rohrzange zudrehen

- bei starkem Wasseraustritt: Strom abstellen

- Schaden sofort mit Foto dokumentieren und umgehend der Versicherung melden, Mieter müssen umgehend den Vermieter und Eigentümer die Hausverwaltung informieren

- bei großen Wassermengen eine professionelle Sanierungsfirma beauftragen, so kann man späterem Schimmel vorbeugen

 

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass unsere Angaben lediglich dazu dienen, sich zu informieren. Wir geben keine Handlungsempfehlungen! Wenn bei Ihnen ein Wasserschaden auftritt, kontaktieren Sie bitte Ihre Versicherung und besprechen das weitere Vorgehen. 

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03.02.2021Zahlt die Haftpflichtversicherung den Schlüsselverlust?

Entgegen der weitverbreiteten Meinung zahlt die Haftpflichtversicherung des Mieters bei Schlüsselverlust nicht in jedem Fall den daraus resultierenden Schaden. Hundertprozentige Sicherheit für den Versicherten kann nur eine Zusatzvereinbarung bringen.

Richtig teuer wird der Schlüsselverlust dann, wenn nicht nur Wohnungs-, sondern gleichzeitig der Haustürschlüssel verloren geht oder diese beiden Schließsysteme zusammenhängen. In diesem Fall müssen neben dem Zylinder des entsprechenden Wohnungstürschlosses auch alle Schließzylinder der Gemeinschaftsräume getauscht werden. Zusätzlich müssen sämtliche Dienstleister und Verwalter mit den neuen Schlüsseln versorgt werden.

Entgegen der weitverbreiteten Meinung muss die Haftpflichtversicherung nicht grundsätzlich die Kosten des Schlüsselverlustes tragen. Fehlt der Versicherungsschutz, können die entstehenden Kosten häufig nicht sofort durch den Mieter beglichen werden – dieser stellt die Pflicht zur Kostenübernahme dann infrage.

Eine gewöhnliche private Haftpflichtversicherung reicht nicht aus, um den finanziellen Schaden des Schlüsselverlustes zu begleichen. Deswegen empfiehlt es sich von Grund auf oder im Zuge einer umfassenden Modernisierungsmaßnahme auf ein elektronisches Schließsystem zu setzen. Diese Mechanik erlaubt das digitale Sperren des verlorenen Schließmediums.

Für Mieter lässt sich die private Haftpflichtversicherung meist unkompliziert auf eine Abdeckung des durch Schlüsselverlust entstandenen Schadens erweitern. Der Mieter muss dies nur wissen. Wir empfehlen unseren Kunden, einen Blick in den bestehenden Versicherungsvertrag zu werfen und diesen ggf. um die entsprechende Versicherungsleistung zu erweitern. Allerdings muss dabei zwischen verschiedenen Arten von Schlüsseln unterschieden werden.

In der Regel handelt es sich beim Schlüsselverlust durch den Mieter um den Verlust eines fremden und privaten Schlüssels. Das bedeutet, dass bei Schlüsselübergabe durch den Vermieter die jeweiligen Schlüssel in den Besitz des Mieters übergehen. Eigentümer bleibt trotzdem der Vermieter. Der Mieter ist nur während der Mietdauer zur Nutzung des Schlüssels berechtigt. Es handelt sich letztendlich um den Schlüssel einer fremden Person zu einem privat genutzten Raum. Der Mieter muss den Schlüsselverlust umgehend beim Vermieter oder der Hausverwaltung angeben, denn es geht um die Sicherheit der Immobilie. Der Vermieter hat dann die Pflicht, zur Sicherung des Gebäudes sämtliche betroffenen Schlösser austauschen zu lassen, wenn Missbrauchsgefahr besteht. Bei einem Haus mit zehn Wohnungen kann dies schnell zu Kosten in Höhe von 3.000 Euro führen. Die angesprochene Schlüsselversicherung kommt in diesem Fall für den entstandenen Schaden auf. Anspruch auf Kostenerstattung bestehet erst, wenn der Austausch tatsächlich stattfand.

Trägt der Mieter (beispielsweise, wenn er beklaut wurde) nicht die Schuld für den Schlüsselverlust, muss er auch nicht für den Schaden aufkommen. Er trägt lediglich die Kosten für den herzustellenden Ersatzschlüssel. Die Polizei muss rechtzeitig über den Diebstahl informiert werden. Geschieht dies nicht und ein Einbruch findet statt, wird der Mieter dafür haftbar gemacht und muss entsprechende Folgekosten tragen. Falls der Mieter grob fahrlässig handelte und den gestohlenen Schlüssel mit der dazugehörigen Adresse beschriftete, muss er die Kosten des Austauschs der Schließanlage selber tragen. Kurzum: Der Vermieter hat bei Diebstahl die Kosten des Schlüsselverlustes zu tragen, es sei denn, der Mieter handelte grob fahrlässig.

 

Quelle: https://kiwi.ki/blog/alles-zum-schluessel/schluessel-verloren-haftpflicht/?utm_campaign=KIWI%20Newsletter&utm_medium=email&_hsmi=107484570&_hsenc=p2ANqtz-_tfY7UwAIBGWri_Mdicw5P3hDVhnj3ZCpaiYWQQA_gDbvpCJLd1A4iBBqvrXNz7xUMZdgWF28dSYyrMLYDYJzIh14ImbM2zkxF9p5gV8y9HZmOcRI&utm_content=107484570&utm_source=hs_email

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