Cornelia Hopf Immobilien

27.04.2021Hausbau – wie diese sechs Trends den Markt verändern

1 - Preise steigen stetig

Das Prinzip ist einfach. Steigt die Nachfrage, verknappt sich das Angebot und der Preis steigt. Das gilt nicht nur für Güter des täglichen Bedarfs. Die Preise für Grundstücke, Ausstattungsdetails für Häuser, Handwerksleistungen und damit die Preise für das Fertigstellen eines Hauses stiegen in den letzten zehn Jahren aufgrund der erhöhten Nachfrage. 

 

2 - Ein stärkeres Umweltbewusstsein

In den letzten zehn Jahren entwickelte sich stetig das Bewusstsein für den Klimawandel und für Maßnahmen, diesen durch persönliches Verhalten abzumildern. Dieses neue Bewusstsein macht auch vor dem Hausbau keinen Halt. 82 Prozent der deutschen Bauherren erachten Umweltschutz in ihrem Bauvorhaben als wichtig.

 

3 - Massive Zunahme von Fertighäusern

Deutschland stand in der Vergangenheit für ein Land des Massivbaus. 2007 Betrug der Anteil an Fertighäusern lediglich 8,4 Prozent. Doch hier findet eine Kehrtwende statt. Fertighäuser können sehr schnell errichtet werden, was Kosten spart. Massive Bauten benötigen ein Vielfaches der Errichtungszeit. Fertighäuser sind einfach aufgebaut und verringern den Aufwand der Bauherren erheblich. Die Qualität kann mittlerweile mit Massivhäusern mithalten und es kann sehr einfach auf alternative Baustoffe zurückgegriffen werden.

 

4 - Wer braucht noch einen Keller?

Es ist nichts Ungewöhnliches mehr, dass es in neu errichteten Häuern keinen Keller gibt. Es wird auf große Vorratskammern verzichtet und Heizsysteme wie die Wärmepumpe benötigen keinen Heizungskeller mehr. Der Verzicht auf den Keller kann wiederum die Baukosten erheblich senken.

 

5 - Licht! Viel Glas und große Fenster

Das Attribut „lichtdurchflutet“ lässt sich heute in fast jeder Hausanzeige finden. Der Anteil von Glas an der Gesamtfläche von Fassaden hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Damit verbinden viele ein zeitgenössisches Design mit dem praktischen Nutzen des Geldsparens. Größere Fenster senken den Bedarf an Kunstlicht und dadurch wir mit einem verringerten Stromverbrauch auch Geld gespart.

 

6 - Offenes Wohnen

Innenwandgeschützte Abschottung reizt Hausbauer kaum noch. Die Kommunikation der Bewohner rückt in den Vordergrund. Zeit soll zusammen verbracht werden. So kann in der offenen Wohnküche gekocht und nebenbei der Nachwuchs beim Spielen beaufsichtigt werden. Offene Häuser wirken wesentlich größer, als sie es eigentlich sind und lassen mehr Licht in den offenen Raum.

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27.04.2021Tiny-Houses in Deutschland: Welche Hürden gibt es und wie weit verbreitet ist der Trend?

Eine genaue Definition des Tiny-Houses gibt es nicht. Es sind meist frei stehende Häuser, die wichtigsten Räume (Küche, Bad) sind vorhanden und wichtige Ausstattungsmerkmale wie ein Bett dürfen auch nicht fehlen. Die Häuser sind i.d.R. maximal 45 qm groß, auf Rädern gebaut und selbst eine Luxusausführung kostet selten mehr als 200.000 Euro.

Der Trend erfreut sich auch in Deutschland wachsender Beliebtheit, doch die Behörden könnten der Entwicklung im Weg stehen.

Doch warum entscheidet man sich für ein Tiny-House? Oft stehen ideologische Gründe hinter der Entscheidung für ein solches Projekt. Wer sich für ein Tiny-House entscheidet, entscheidet sich für Minimalismus, effizientes Wohnen und weniger Luxus. Es darf kein Platz verschwendet werden, Effizienz wird zum Wettbewerb: Unter Treppenabsätzen werden Schubladen gelagert, und jedes zweite Möbelstück lässt sich entweder klappen oder falten. Oft gestaltet sich die Planung eines Tiny-Houses als langwierig und schwierig, da kein Zentimeter an Platz verschwendet werden darf. Dafür geht der Bau sehr schnell. Meist dauert dieser nicht länger als 8 bis 12 Wochen. Aber Tiny-Houses sind erschwinglicher als herkömmliche Häuser. Sie kosten meistens zwischen 30.000 und 190.000 Euro. Aber der Aspekt Geld ist meistens nicht die treibende Kraft hinter der Entscheidung für das alternative Hausprojekt, oft ist es der Wunsch nach Nachhaltigkeit und Minimalismus, der die Eigentümer antreibt. So werden Regenwasser-Systeme und Photovoltaikanlagen sehr häufig mit eingebaut.  

Manche betrachten die alternative Wohnform als eine Art des Dauercampens. Wer entschiedet sich für den Schritt in Richtung Verzicht? Meistens sind es junge Singles oder Pärchen, die gerne eng zusammen wohnen.

Am größten ist der Trend in den USA: Dort stehen ca. 10.000 Tiny-Houses, pro Jahr werden an die 700 neue gebaut. Die größte Tiny-House-Siedlung in Deutschland befindet sich in Oberfranken. Dort leben in einem Mini-Dörfchen 30 Bewohner in 20 Tiny-Houses.

Doch das deutsche Baurecht steht dem Traum vom schnell gebauten und vergleichsweise günstigen Eigenheim manchmal im Weg: Besteht eine Verbindung zum Boden, gilt das deutsche Baurecht. Demnach dürfen nur dort Häuser gebaut werden, wo kommunale Baupläne es erlauben. Das Grundstück, auf dem das Haus stehen soll, muss entweder besessen oder zumindest gepachtet sein. Wer in Deutschland ein Tiny-House auf Rädern bauen will, muss sich neben dem Baurecht auch mit der Straßenverkehrsordnung auseinandersetzen, das Haus darf maximal 2,55 m breit, 4,00 m hoch und 3,5 t schwer sein. Die Fenster müssen aus Sicherheitsglas sein und das Haus muss -natürlich- regelmäßig zum TÜV.

In Deutschland gibt es rund 80 Anbieter von Tiny-Houses, viele der Anbieter sind seit 2018 in einem Verband organisiert (Tiny-House-Verband). Laut dem Verband werden in Deutschland 500 Tiny-Houses pro Jahr gebaut. 58.000 Deutsche könnten sich ein Leben in einem solchen Haus vorstellen.

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19.03.2021Wie werden sich deutsche Innenstädte in der Zukunft entwickeln?

Wie werden sich deutsche Innenstädte in der Zukunft entwickeln?

Deutsche Großstädte wachsen und verändern sich. Ein Großteil der Veränderung der Innenstädte hängt mit dem Konsumverhalten der Bevölkerung zusammen. Manche Geschäftszweige profitieren davon und andere müssen Umsatzeinbußen hinnehmen. Marktforschungsdaten liefern die Basis, um Voraussagen über die zukünftige Entwicklung treffen zu können.

Folgend werden zehn Trends genannt, welche deutsche Innenstädte in Bezug auf den Einzelhandel verändern könnten.

1) Warenhäuser in der Krise: Seit den neunziger Jahren ist die Zahl der Kaufhäuser in deutschen Innenstädten gesunken. Der Umsatz ging von 14 Mrd. Euro auf 4 Mrd. Euro zurück.

2) Fashionläden in der Krise: Zwischen 2008 und 2019 sind die Pro-Kopf-Bekleidungsausgaben um 25 Prozent gesunken. Parallel steigende Mieten und eine Verlagerung zum Online-Shopping lassen die Zukunft selbst für große Modeketten in Innenstädten düster aussehen.

3) Shoppingcenter werden gemieden: Seit 2017 sind Besucherzahlen in Shoppingcentern rückläufig.

4) Nahversorgungsrallye: Supermärkte mit frischen, besseren und teuren Produkten schießen wie Pilze aus dem Boden. Dies stößt auf großes Interesse. An manchen Standorten wächst der Umsatz pro Jahr um 10 Prozent.

5) Aufs richtige Pferd setzen: Umsätze im Food-Bereich sind zwischen 2015 und 2019 um 42 Prozent gestiegen. Der Non-Food-Bereich muss dagegen im selben Zeitraum Umsatzeinbußen von 15 Prozent hinnehmen. Zukünftig wird man vermehrt mit Ladeneröffnungen im Food-Bereich rechnen können.

6) Online wildert bei Non-Food-Geschäften: Das Internet-Geschäft wildert zu 99 Prozent in den Non-Food-Sortimenten und fordert insbesondere die Anbieter in den Fußgängerzonen heraus.

7) Zeit-Wege-Toleranz für Shopping nimmt ab: Die Länge der Einkaufsfahrten hat seit 2002 um 18 Prozent abgenommen. Die Anzahl der Einkaufsfahrten hat sich im selben Zeitraum um 25 Prozent verkürzt. Eingekauft wird immer häufiger um die Ecke und nicht mehr in der Innenstadt. Handel funktioniert auch in dezentralen Lagen.

8) Baukosten steigen und Mieten passen sich daran an: Nur die Entwicklung im Lebensmittelbereich konnte den gestiegenen Baukosten in den letzten Jahren folgen. Gebäudemieten in der Innenstadt sind für Fashionanbieter immer seltener bezahlbar. 

9) Geschäfte werden schwinden: Bis 2030 könnten 33 Prozent der Bekleidungsumsätze schwinden, entsprechende Flächen werden dann nicht mehr gebraucht. Nicht jede dieser Flächen kann durch einen Laden im Food-Bereich ersetzt werden. Dadurch kann es zu Leerständen kommen.

10) Innenstädte müssen neu gedacht werden: Die aufgezeigten Entwicklungen werden unausweichlich die Innenstädte verändern. Die Zeiten, in denen diese Bereiche hauptsächlich durch den Einzelhandel ausgefüllt wurden, könnten vorbei sein. Es ist an der Zeit, über neue Nutzungskonzepte nachzudenken. Einkaufsflächen könnten rückgebaut und somit den Fußgängern mehr Bewegungs- und Verweilflächen gegeben werden. Mixed-Use von Gebäuden kann außerdem eine Rolle spielen. Dabei werden verschiedene Nutzungsformen wie Büro, Wohnen, Einkaufen und Hotel in einem Gebäude vereint.  

Quelle: https://www.vermieter-ratgeber.de/fachmagazin/fachartikel/10-fakten-zur-innenstadtentwicklung.html

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