Cornelia Hopf Immobilien

02.12.2020Wie aus Bauschutt neue Häuser entstehen

Die Kiesbestände für den Bau neuer Gebäude sind begrenzt. Deshalb wird mittlerweile nach Alternativen zur Produktion neuen Betons durch Kies geschaut. Diese Alternative bietet Recycling Beton. Bei dessen Produktion wird auf Bauschutt gesetzt. Zusätzlich zum Kies wird dem Betongemisch die Gesteinskörnung aus der Aufbereitung von altem Bauschutt beigemischt (bis zu 45 Prozent). Dieses Material wird nach einer Vorsortierung gebrochen und gesiebt. Eine Schwierigkeit stellt dabei die stark schwankende Qualität des Ausgangsmaterials dar.

So können die natürlichen Ressourcen – Kies, Steine und Sand – geschont werden. Allerdings ist das Material für den Recycling-Beton nur punktuell vorhanden und so muss das Abbruchmaterial, sobald es zur Verfügung steht, ad hoc bearbeitet werden. Durch die geringe Planbarkeit der Verfügung eines solchen Materials ist dessen Aufbereitung nicht immer wirtschaftlich und bietet nur wenigen Firmen ein profitables Geschäft. Außerdem können nur wenige Baustoffverwerter die Vorgaben zur qualitätsgesicherten Gesteinskörnung für die Betonindustrie erfüllen.  

In Deutschland wird Recycling-Beton beispielsweise in Baden-Württemberg eingesetzt. Das hiesige Umweltministerium macht sich seit Jahren für RC-Beton stark. Eine gesetzliche Vorgabe, dass RC-Beton bei entsprechender Verfügbarkeit und angemessenen Preis zu gewissen Anteilen verwendet werden muss, wird im Moment durch das Land geprüft. In Berlin ist für öffentliche Neubauten mittlerweile der bevorzugte Einsatz von RC-Beton vorgeschrieben.

Zukünftig ist mit einer Stärkung der Kreislaufwirtschaft vonseiten der Bundesregierung zu rechnen. Diese Strategie würde die Produktion sowie die Verwendung des RC-Betons fördern. Die Wohnungswirtschaft kann sich grundsätzlich eine Verwendung des RC-Betons, bei einer entsprechenden Wirtschaftlichkeit vorstellen.

In der Schweiz kommt RC-Beton schon seit 20 Jahren zum Einsatz. So kommen in Zürich 80 Prozent des rückgebauten Betons wieder in den Baustoffkreislauf. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem ökologische Überlegungen.

 

Quelle: Oliver Schmale, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 164 - Seite 11, 17.07.2020

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03.11.2020Vermieter aufgepasst: Mietendeckel in Berlin könnte rechtswidrig sein

Der Berliner Mietendeckel hat seit seiner Einführung im Februar 2020 für Aufsehen gesorgt. Das durch den rot-rot-grünen Senat beschlossene Gesetz hat die Begrenzung von Wohnraummieten zum Ziel. Dies soll vor allem durch Mietenstopps, Mietobergrenzen und Mietabsenkungen erreicht werden. Das Gesetz ist auf fünf Jahre befristet. Doch nun könnte das Gesetz gekippt werden, da das Bundesverfassungsgericht zurzeit einen Eilantrag gegen das Mietendeckelgesetz bearbeitet. Dieser Eilantrag stellt sich gegen den zweiten Teil des Gesetzes, welcher ab November 2020 in Kraft treten soll und die Mieten auf eine festgelegte Preisobergrenze begrenzt. Dadurch wären in Berlin ca. 340.000 Wohnungen von einer Mietensenkung betroffen. Wer beispielsweise eine Wohnung in einem Gründerzeitbau von vor 1918 besitzt, welche mittlerweile häufig gut saniert und gefragt sind, darf nur noch eine Nettokaltmiete von 6,45 €/m2 verlangen.

Es ist noch nicht bekannt, wann das Bundesverfassungsgericht eine Entscheidung über die Rechtmäßigkeit der Mietensenkung in Berlin treffen wird. Da dieser Gesetzesteil aber schon Ende November 2020 wirksam werden soll, ist bis dahin mit einer Entscheidung des Gerichtes zu rechnen.

In anderen deutschen Großstädten wie Hamburg, Frankfurt oder München verfolgt man interessiert die Entwicklung des Berliner Wohnungsmarktes. Dort zeigen Umfragen, dass die hiesige Bevölkerung durchaus für ein ähnliches Modell zu begeistern wäre. Diese Tendenzen könnten auch Auswirkungen auf die jeweilige Wahlentscheidung haben. 

Große Wohnungsgesellschaften wie Vonovia oder Deutsche Wohnen müssten ihre Mieten zwar senken, allerdings liegen diese in Berlin im Schnitt nicht weit entfernt von den durch die Politik gesetzlich festgeschriebene Nettokaltmiete. Private Vermieter schränkt das Gesetz i.d.R. stärker ein. So sind in Ihren Wohnungen Nettokaltmieten von 13,00 €/m2 üblich. Durch den Mietendeckel würden ihnen dadurch 50 Prozent ihrer Einnahmen wegfallen. Allerdings können Vermieter, die durch das neue Gesetz in ernste wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, Ausnahmen beantragen.  

Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/article218885996/Berliner-Mietendeckel-Bundesverfassungsgericht-lehnt-Eilantrag-zur-Aussetzung-ab.html

 

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30.09.2020Vor- und Nachteile einer Vollfinanzierung: Ist der Erwerb eines Eigenheims ohne Eigenkapital möglich?

Bei einer Baufinanzierung ohne Eigenkapital, auch Vollfinanzierung genannt, finanziert sich der Kreditnehmer den vollen Kaufpreis einer Immobilie. Man kann hierbei unterscheiden in eine 100% Finanzierung, die lediglich den Kaufpreis der Immobilie abdeckt, und in eine 110% Finanzierung (Vollfinanzierung), die zusätzlich noch die Maklercourtage und sonstige anfallende Kaufnebenkosten abdeckt.

Voraussetzung für eine Finanzierung ohne Eigenkapital ist eine überdurchschnittliche Kreditwürdigkeit. Diese haben in der Regel nur Personen mit einem konstanten, regelmäßigen und hohen Einkommen. Selbstständige oder Freiberufler mit schwankendem Einkommen verfügen beispielsweise über eine verhältnismäßig niedrige Kreditwürdigkeit, da sich hier das Risiko eines Zahlungsausfalls gegenüber der Bank deutlich erhöht. Des Weiteren spielen die Lage und der Zustand der Immobilie eine große Rolle. Baufällige Objekte, die sich in weniger guten Gegenden befinden, haben deutlich geringere Chancen von der Bank finanziert zu werden.

Die aktuell niedrigen Bauzinsen begünstigen eine Vollfinanzierung, leider sollte dennoch bedacht werden, dass diese Form der Finanzierung auch Nachteile mit sich bringt. Hierzu zählen:

  • Höhere Zinssätze im Vergleich zu einer Finanzierung mit EK (zwei bis dreimal so hoch)
  • Längere Laufzeiten
  • Gefahr eines Schuldenberges durch Zwangsversteigerung bei Zahlungsunfähigkeit

Mit den aufgezählten Nachteilen wird klar, dass eine Finanzierung ohne Eigenkapital deutlich teurer ist als eine Finanzierung mit Eigenkapital. Dennoch wird auch Personen ohne Rücklagen oder Personen die aktuell über wenige liquide Mittel verfügen eine Finanzierung ermöglicht.

Zu bedenken bleibt außerdem, dass das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit bei beiden Finanzierungsarten gleich bleibt; die Lebensumstände lassen sich schwer vorhersagen.

Grundsätzlich sollte man die Entscheidung, einen Kredit aufzunehmen, immer genau abwägen, ob mit oder ohne Eigenkapital und sich von professioneller Seite beraten lassen.

Quelle: https://www.drklein.de/baufinanzierung-ohne-eigenkapital.html

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